Besucherzaehler

Biotop Mosbach: Eine Gruppe als Wegbegleiter durch psychotische Krisen

Buch als PDF Biotop Mosbach (Heilsame Erfahrungen)

Was in diesem Haus völlig unspektakulär und scheinbar beiläufig begonnen wurde, ist ein Stück real gewordene Utopie in der psychiatrischen Versorgungslandschaft und zugleich eine psychiatriepolitische Provokation: Ein Notfallhaus für Menschen in psychotischen Krisen, in dem vor allem „Laien“ Dienst tun, die Experten aus eigener Erfahrung sind.

Dieses Konzept ist Idee und Lebenswerk der Psychiaterin Lilla Sachse, darin stecken Engagement, Phantasie und Mut ihrer Patientinnen und Patienten. Es realisiert auf sehr eigene und besondere Weise viele der Ideen und Forderungen, die in der Diskussion zwischen Selbsthilfebewegung und sozialpsychiatrischer Fachwelt in den letzten Jahren im Mittelpunkt standen.

„Gelassenheit und Entwicklung sind Begriffe, die zur Kennzeichnung dieses Biotopes von großer Bedeutung sind, gewissermaßen wichtige Zutaten zu dem Sumpf, in dem diese Blumen wachsen. Diese Gelassenheit ist an erster Stelle Ausdruck des Mutes und der großen Sorgfalt Lilla Sachses.

Man wünscht sich, dass ihr Bericht nicht nur Staunen und Bewunderung auslöst, sondern ähnliche Initiativen anregt.“ (Ursula Plog)

 

Das Biotop            Gemeinsam handeln statt einseitig behandeln
             Einfallsreich und einfühlsam
             Krisenintervention in der Hand der Patienten
             Begegnungen in der Krise.

 

Mit dem im Buch Christian genannte Trompetenspieler ist ein Vorstand der OH seit der Schulzeit befreundet.

Der Inhalt: Einleitung Erste Begegnungen mit einer Idee: Gerümpelhalden fremdartiger Schönheit – Alltag im Biotop Eine Übergangsfamilie ermöglicht neue Erfahrungen – theoretische Grundlagen Der Anfang – Eine Reise in die Berge: Aufbruch, Reisepläne, Kofferpacken Alltag in der Hütte: Die Spannung steigt Der Abstieg von den Bergen Eine Affäre, zwei Notfälle Die Gruppe – eine Geschichte in zehn Porträts: Christian: Nur beim Trompetenspiel liebt er sich selbst Elena: Rebellisch, verführerisch und gefährdet Elvira: Schweigender Widerstand Magda: Nach einem Roman des 19. Jahrhunderts Leonard: Auf der durchreise viel bewegt Nora: Geborgene Einsamkeit Katja: Heiter mit einer schweren Hypothek Luise: Stets aufgepackten Koffern Nicolas: Großes Herzen und große Gesten Hanna: Zwischen Liebe und Zweifeln Psychodynamische Erkenntnisse aus der Gruppenarbeit

Leider ist das Biotop mit dem Tod von Lilla Sachse (der verantwortlichen Psychiaterin) wieder gestorben. Aber in der Zeit seines Bestehens (2 Jahre), kamen die beteiligten Personen  mit relevant weniger Medikamente aus, sowie hatte niemand (trotz Krisen in dieser Zeit) einen Klinikaufenthalt nötig.

Josef Schmidl<br/><br/>Am schärfsten urteilt der Ungebildete, denn er kennt weder Gründe noch Hintergründe.
Josef Schmidl

Am schärfsten urteilt der Ungebildete, denn er kennt weder Gründe noch Hintergründe.
Zum Anfang der Seite