EX-IN-Absolventen können überall dort arbeiten, wo psychisch erkrankte Menschen auf verstehende Unterstützung und auf einfache praktische Hilfen angewiesen sind. Die Einsatzorte variieren aufgrund der individuellen Neigungen und Fähigkeiten der EX-INler und ihrer persönlichen Schwerpunktsetzung während der Ausbildung.

In der stationären, teilstationären und ambulanten Versorgung addiert sich  das Genesungserfahrungswissen mit dem Fach- und Erfahrungswissen von traditionell ausgebildeten Mitarbeitern. Darüber hinaus können EX-IN-Absolventen auch als Peer-Berater (Beratung von Gleichen) und beziehungsweise oder als Dozenten mit Vorträgen, Workshops und Seminaren aktiv werden.

Obwohl es EX-IN schon seit fünf jahren gibt, steht man immer noch am Anfang. Die Vision ist, dass in Zukunft in nahezu jedem psychiatrischen Helferteam ein EX-INler mitarbeitet. Die Aktivisten von EX-IN und der Offenen Herberge sind davon überzeugt, dass die psychiatrische Versorgung nachhaltig und positiv bereichert wird, wenn Psychiatrie-Erfahrene mit begleiten.

Psychiatrie-Erfahrung macht einen Menschen nicht automatisch zu einem Begleiter. Aber er hat durch seine Erfahrung mit der Überwindung seelischer Krisen bei entsprechender Neigung eine Kompetenz, die nutzbringend in psychosozialer Arbeit eingesetzt werden kann. Durch die Ausweitung der Hilfemöglichkeiten innerhalb des psychiatrischen Hilfesystems wird letztendlich die Lebensqualität von psychisch erkrankten Menschen erhöht und deren Leiden ein Stück weit reduziert.

 

Bärbel Nopper<br /> <br />Die offene Herberge bedeutet für mich: Verantwortung übernehmen - persönlich, beruflich und in der Gesellschaft.
Bärbel Nopper

Die offene Herberge bedeutet für mich: Verantwortung übernehmen - persönlich, beruflich und in der Gesellschaft.
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