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Mitarbeit von Psychiatrie-Erfahrenen

Man bemerkt immer wieder, dass die psychiatrieerfahrenen Mitarbeiter Vorbildfunktion für die Bewohner ausüben können. Die Bewohner sehen an ihnen beispielhaft, wie die Erkrankung zu überwinden ist und wie es gelingen kann, das Leben wieder in den Griff zu bekommen. Teilweise wird bei den Bewohnern der ››Das-kann-ich-auch«-Impuls ausgelöst. Durch den offenen Austausch erfahren sie realitätsnah, wie Genesung möglich sein könnte.

Durch das Wissen, was ihnen wie geholfen hat, können sich die psychiatrieerfahrenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf andere Art in die Bedürfnisse und Problemlagen der Bewohner und Bewohnerinnen einfühlen und entwickeln eine Art des Verständnisses, das den anderen Mitarbeitern nicht möglich ist.

Wer z. B. eigene Erfahrungen mit den Nebenwirkungen von Psychopharmaka gemacht hat, kann die Abwehr gegenüber der Einnahme der Medikamente aus einem anderen Blickwinkel sehen als jemand, der sich dieses Wissen nur aus der Fachlektüre, durch Gespräche und Beobachtung erworben hat.

Eine wichtige Frage ist, ob die Mitarbeit psychiatrieerfahrener Menschen einen Mehraufwand für die Leitung und Begleitung durch dienicht psychiatrieerfahrenen Kollegen bedeutet. Vordergründig ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Bei genauerer Betrachtung ist aber festzustellen, dass dieser Umstand eine größere Achtsamkeit im Umgang innerhalb des Teams zur Folge hat. Es ist hier mehr von Bedeutung, dass sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei ihrer Arbeit wohlfühlen und einen kollegialen, fast freundschaftlichen Umgang pflegen.

Inwieweit ist ein psychologische Studie repräsentativ, wenn die Versuchspersonen nur Psychologiestudenten sind?
Inwieweit ist ein psychologische Studie repräsentativ, wenn die Versuchspersonen nur Psychologiestudenten sind?
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